Sprachkritik

Sektionsleitung:

wird 2018 erstmals gewählt

Die Sektion „Sprachkritik“ beschäftigt sich einerseits mit der begründeten, linguistisch fundierten Reflexion über Sprache und Sprachgebrauch und andererseits mit der Beschreibung sprachkritischer Äußerungen hinsichtlich Form, Funktion und Wirkung. Die situativen – kontextspezifischen – Parameter der individuellen konkreten Äußerung beeinflussen das sprachkritische Urteil dahingehend, ob die Äußerung funktional angemessen ist. Das erfordert zugleich, sich reflektiert mit Sprachnormen und ihren Begründungen auseinanderzusetzen, denn Sprachkritik als bewertende Tätigkeit benötigt Maßstäbe, auf denen die Bewertung beruht. Das Ziel einer linguistischen Sprachkritik ist die Förderung von Sprachbewusstsein und Sprachkultur, indem über die Wirkung von Sprachgebräuchen aufgeklärt und eine Orientierung für den eigenen Sprachgebrauch geliefert wird.

Die Sektion „Sprachkritik“ will ein Diskussionsforum bereitstellen, in dem vielfältige sprachkritische Fragestellungen und -themen ihren Platz finden. Dazu gehören u.a.:

  • Linguistische Sprachkritik vs. Populäre/laienlinguistische Sprachkritik?
  • Musterhaftigkeit von Sprachkritik
  • Wie wird (Sprach-)Kritik argumentativ gestützt?
  • Linguistische Sprachkritik als Unterrichtsgegenstand in der Schule
  • Linguistische Sprachkritik in der universitären Ausbildung
  • Angemessenheit als normativer Maßstab und ihre sprachlichen Indikatoren
  • Operationalisierung von Angemessenheit und ihr Anwendungsspektrum
  • empirische Erfassung von Erwartungen bezüglich eines angemessenen Sprachgebrauchs
  • Zusammenhänge zwischen Angemessenheit und verwandten Konzepten wie etwa Spracheinstellungen, (Un-)Höflichkeit, Vertrauenswürdigkeit etc.
  • Geschichte der Sprachkritik

Language Criticism

Section Leaders:

to be elected in 2018

This section is dedicated to justifiable and linguistically founded reflections on language and language usage as well as to formal and functional analyses of language data containing forms of criticism or meta discourse. The situational – i.e., context-specific – parameters of an actual and individual utterance are crucial for a critical evaluation regarding its functional adequacy. As a result, we also need to deal with linguistic norms and their justification because Language Criticism as an evaluating practice relies on criteria for evaluation. A linguistically founded Language Criticism works for the advancement of an educated and conscious culture of language. For this purpose, speakers have to be informed about the effects of language usage and provided with orientation for their own use of language.

The section “Language Criticism” wants to be a forum for discussion, welcoming various questions and topics concerning Language Criticism. These include:

  • Linguistically founded Language Criticism vs. popular/lay Language Criticism?
  • Regular patterns in Language Criticism
  • Arguments used to justify (linguistic) criticism?
  • Language Criticism as a subject in school?
  • Language Criticism as an element of academic education?
  • Adequacy as a normative criterion and its linguistic indicators
  • Operationalization and applicability of adequacy
  • Empirical survey of expectations regarding adequate language usage
  • Relations between adequacy and associated concepts such as language ideologies, (im-)politeness, authenticity etc.
  • History of Language Criticism