Interkulturelle Kommunikation und mehrsprachige Diskurse

Den Schwerpunkt dieser Sektion bilden Untersuchungen aus den Bereichen Pragmatik, Diskursanalyse, Soziolinguistik und Ethnolinguistik. Gemeinsam ist diesen Ansätzen das Interesse an empirischen Untersuchungen des tatsächlich stattfindenden sprachlichen Handelns in Konstellationen, die von den Beteiligten als mehrsprachig oder interkulturell angesehen werden.

Diskursgemeinschaften haben oft heterogenen Charakter und sind insofern durch Diversität gekennzeichnet. Einsprachigkeit, individuell und gesellschaftlich, gilt mittlerweile als Ausnahmefall. Trotzdem ergeben sich daraus nicht immer und notwendigerweise Folgen für Verständigungsprozesse.

Interkulturalität und Mehrsprachigkeit sind in diesem Sinne situative Kategorien, deren Relevanz für eine Interaktion nicht ohne weiteres vorausgesetzt werden kann. Während früher vorrangig die mit Diversität einhergehenden Kommunikationsprobleme untersucht wurden, werden nunmehr Potenziale und Probleme von interkultureller und mehrsprachiger Kommunikation gleichermaßen in den Blick genommen.Des Weiteren werden neben Fremdsprachenunterricht und Kommunikationstrainings auch andere Anwendungsbereiche der empirischen Forschung in institutionellen und nicht-institutionellen Kontexten erforscht.