Grammatik und Grammatikographie

Ziel der Sektion „Grammatik und Grammatikographie“ ist es, eine Diskussions- und Publikations-Plattform für die angewandte Grammatikforschung (im weiteren Sinne) zu bieten. Im Vordergrund der Sektionsarbeit stehen Themenfelder wie

  • der Erwerb bzw. die Entwicklung grammatischer Strukturen in Erst-/Zweitsprache sowie in bi-/multilingualen Kontexten,
  • die Realisierung von Konzepten in Strukturen (z. B. Tempus, Modus, Aspekt, Numerus, Genus, Adjektiv- und Adverb-Steigerung),
  • der Einsatz korpuslinguistischer Methoden zur Beschreibung und Analyse grammatischer Konstruktionen,
  • die neurologischen Grundlagen syntaktischer Verarbeitungsprozesse und die Anwendungspotentiale dieser Erkenntnisse,
  • eine Annäherung an den Begriff der „Konstruktion“ in diversen konstruktionsgrammatischen Ansätzen (z. B. Goldberg 1995, 2006; Croft 2001),
  • die Untersuchung der Schnittstelle zwischen Lexik und Grammatik, z. B. in Form von Kollokationen, Idiomen, partiell schematischen Einheiten (im Sinne von Langacker 2008),
  • Zugänge zu einer Grammatik der gesprochenen Sprache.

Weiterhin sind Beiträge zur „traditionellen“ Grammatikographieforschung erwünscht, hier insbesondere zur pädagogischen Grammatikschreibung (Lernergrammatiken), sowie innovative Ideen zur Weiterentwicklung neuerer grammatikographischer Ansätze (z. B. Referenzkonstruktika im Sinne von Herbst 2016).